21 Oktober 2008

herbst

das wetter ist heute so trüb, es wird gar nicht hell draußen. deswegen ein paar fotos vom letzten wochenende:
da konnte man im t-shirt radfahren und auf der wiese liegen
Rheinpark

und die sonne ließ die bunten blätter und die vielen hagebutten richtig leuchten
Mülheimer Hafen

Hagebutten

Rheinpark

(p und ich haben ein paar sachen von mir mitgenommen, gefilztes und genähtes, und eine kleine fotosession gemacht. die fotos gibt's in den nächsten tagen)

12 Oktober 2008

neue pinwand

ich bau meine arbeits-/schreibtischecke um und dabei ist diese pinwand entstanden.









hier nochmal ohne die zettel und stoffschnipsel:












diese ist ganz einfach und schnell angefertigt. man nehme:
  • eine bespannte leinwand, hier 60 x 80 cm, ev. auch einen unbespannten keilrahmen,
  • ein passendes stück stoff, ca 10 cm breiter und höher als die leinwand, am besten was stabiles, lichtechtes aus der möbel-/dekorichtung,
  • ev. ein dünnes vlies oder schaumstoff zum polstern. ich hab thermolam genommen, das hatte ich noch passend da,
  • verschiedene bänder, 10 cm länger als die leinwand: ich hab nur satinbänder verwendet, aber andere sind natürlich auch möglich,
  • ein hand- oder akkutacker mit entsprechenden nadeln
zunächst das vlies und den stoff auf die leinwand spannen. wichtig ist nur, das sich nichts verzieht und keine falten entstehen. der fadenlauf sollte parallel zur leinwandseite sein. im zweifel vorher an den seiten mit stecknadeln feststecken. auf der rückseite des keilrahmens festtackern, dabei darauf achten, dass die tackernadeln auf den gegenüberliegenden seiten leicht versetzt sind.
dann die bänder verteilen, feststecken und überprüfen, ob die gerade und parallel sind (so man das will...). die bänder ebenfalls auf der rückseite festtackern, dabei möglichst nicht auf die ersten nadeln tackern. fäädisch!

man kann seine stoffschnipsel, zettel und karten auf die pinwand stecken, aber auch hinter die bänder schieben. je fester diese gespannt sind, um so besser hält das. bestimmt kann man statt webbändern auch gummibänder nehmen, ev. vorher testen, ob die sich verlustfrei festtackern lassen. und der tacker lässt sich durch einen hammer und kurze nägel (nicht länger als die leinwand dick ist) ersetzen.

10 Oktober 2008

hochzeitsquilt - das top ist fertig

(mieses foto, aber ich wollte es unbedingt zeigen)

in einer langen nacht-aktion gestern, mit freundlicher unterstützung von hörbüchern, gutem kaffee, einer excel-tabelle und post-its (sonst hätte ich alle blöcke durcheinandergeschmissen) hab ich das top fertig bekommen. es ist etwas größer als geplant. ich hätte eine möglichkeit, es zu verkleinern, ohne das aussehen großartig zu verändern, aber eigentlich ist es mir zu schade. jetzt muss ich mich für einen rückseitenstoff und zwischenlage entscheiden und was in der passenden größe finden.

aber erstmal bin ich froh und sehr stolz ;-) es ist ziemlich genauso geworden, wie ich mir das vorgestellt habe mit dem farbverlauf.

11 September 2008

was ich in der zwischenzeit gemacht habe: (teil 1)

pläne gemacht und stoffe gesammelt für einen quilt für meine schwester und ihre frau zur hochzeit:
Pläne...
die farben waren schon vorgegeben: die eine trägt viel blau, türkis, hat ihr zimmer blau gestrichen usw, die andere hat ihr zimmer warmorange gestrichen, viel indiendeko... und irgendwie passen die farben auch zu beider persönlichkeiten.
ich wollte, dass beide anteile gleich groß sind (logischerweise), dass die farben irgendwie in einander verlaufen. letzendlich habe ich mich für die variante rechts entschieden (die große skizze), aber erst nachdem heimke mir erklärt hat, wie ich das schneiden und die einzelnen blöcke zusammenstellen soll. danke, heimke, nochmal dafür, ohne die hinweise wäre ich aufgeschmissen gewesen.
mittlerweile habe ich alles zugeschnitten, fast alle blöcke sind genäht, und die hochzeit ist auch gelaufen. um mich ein wenig zu disziplinieren, hab ich mir als ziel für die fertigstellung die herbstferien genommen.

31 Januar 2008

fastelovend zesamme

so zog mein kind heute früh richtung schule, zur schulsitzung, die an weiberfastnacht den unterricht ersetzt.
wieverfastelovend
nach einigen jahren pubertärer karnevalsverweigerung hat er gestern entschieden, doch noch kostümiert zu gehen. früher hab ich ihm kostüme genäht, dafür war nun keine zeit mehr. kostüme müssen aber nicht immer aufwendig und teuer sein: unser fundus (hemd, ringelsocken, quietscheente mit kochmütze und -löffel) und der billigladen (perücke, badeschwämme, sechs mini-enten, zusammen für knapp zehn euro) gaben ein individuelles kostüm. die badeschwämme und die große ente habe ich mit ein paar stichen auf die perücke genäht, die kleinen enten habe ich auf rot-weißes garn zur kette gefädelt, fäädisch! (weitaus schwieriger war es, ein foto zu machen auf dem er kein allzu blödes gesicht macht.)

die kleinen enten haben mir echt leid getan, als ich sie mit der dicken stopfnadel durchstochen habe, die sind ja sooo niedlich:
Quietsche - Entchen
alle meine Entchen

außerdem hab ich noch eine jacke zugeschnitten:
die jacke ist aus der knip xl herbst 2004, der stoff ist wohl noch älter, ein cloque, wollmischung und federleicht. das wird dann wohl das erste "richtige" kleidungsstück, das ich seit langem für mich nähe.

außerdem war ich noch ganz mutig und hab endlich den termin für die hand-op festgelegt:ein wenig unwohl ist mir ja dabei, aber so kann ich wahrscheinlich ab mai wieder stricken, wenn alles gut geht.

16 Januar 2008

Stifterolle

schon etwas länger fertig: die stifterolle aus "last minute patchwork + quilted gifts":
Buntstiftrolle
der entwurf ist von pink chalk studio. am meisten spaß gemacht hat mir das aussuchen der stoffe zu den stiften.
Stifterolle
nähen lässt sich die rolle sehr einfach, im buch sind dafür 2 - 4 stunden veranschlagt. das halte ich persönlich für sehr knapp, ich hab wesentlich länger gebraucht.
Buntstiftrolle

11 Januar 2008

WIP - patchwork-rosendecke

rosendecke ist ein bißchen übertrieben, aber es sind hauptsächlich rosenstoffe, die ich verwendet habe. die stoffe waren fast alle schon vorhanden, gekauft einfach nur, weil ich sie schön fand. ein paar zusätzliche hab ich auf dem letzten stoffmarkt ergattert.
zur zeit geh ich eher intuitiv (um genau zu sein, planlos) an's patchworken ran. ich hatte also dieses windmühlen/denkmalschutzzeichen-muster im kopf, hab die stoffe zueinandersortiert nach hell-dunkel bzw. große muster-kleine muster und erstmal jede menge quadrate produziert. der nächste schritt war, die ganzen quadrate auszulegen und mich für eine endgültige verteilung zu entscheiden. ich bin also ein paar stunden lang auf dem boden rumgekrochen und habe quadrate verteilt. von drei versionen habe ich fotos gemacht, für die letzte habe ich mich entschieden. Rosendecke
Rosendecke
Rosendecke
wenn ich das alles zusammengenäht habe, soll da noch ein rand drumrum. und dann muss das ganze gequiltet werden. aber darüber denke ich erst nach, wenn es so weit ist.

raupenfuß oder rotary foot von janome

Rotary Foot
ich hab ein neues spielzeug für mich und meine nähmaschine, den raupenfuß. (ausführliche informationen bei der hobbyschneiderin.)
hauptsächlich wollte ich das ding wegen des schrägbandeinfassers haben. diesen hab ich bereits getestet, mit einem rest satinschrägband und baumwollstoff - das war sehr einfach, leicht einzustellen und nach einem kurzen test funktionierte es problemlos. die nächsten versuche werden ein t-shirt-halsausschnitt und einfassen von wattiertem stoff sein.
heute habe ich sehr dehnbare spitze an flutschigen, bi-elastischen dessousstoff genäht. da die spitze hier den bundgummi ersetzt, wird sie leicht gedehnt auf den stoff genäht. sprich: links mehr stoff als rechts. dies ist ganz eindeutig eins der projekte, die ich gerne drölfzig mal an die wand schmeiße, bevor ich aufgebe, weil es einfach nicht funktionieren will.
Rotary Foot
und es hat ganz wunderbar funktioniert! die beiden raupen laufen ganz wunderbar mit, nichts ist verrutscht oder unregelmäßig geworden. beim zweiten teil habe ich gleich halb so viele stecknadeln genommen und auch das ging super.
Rotary Foot
das foto musste ich aufhellen, sonst hätte man nichts gesehen.
am wochenende, so hoffe ich, werde ich ein shirt nähen und den fuß nochmal zum einsatz bringen.

31 Mai 2007

kiwisocken und anderes

frau mhs hat's eingefordert: ein foto des fortschritts bei den kiwisocken - aka barschelsocken. deswegen gibt's heutegerade noch rechtzeitig ein aktuelles foto:
das muster macht spaß, ich hoffe man kann sehen, wie die links maschenrippen sich um den socken drehen, genauso wie der kiwigrüne streifen. stricken geht leider nur sehr langsam, meine linke hand muß noch operiert werden, aber damit warte ich aber bis nach dem urlaub.

noch eine tasche ist fertig geworden, diesmal ein last-minute-geburtstagsgeschenk. zeit für's foto war diesmal erst auf der fahrt zur feier:
patchworktasche die tasche war sozusagen das geschenkpapier für das eigentliche geschenk - der neue tolkien.

eigentlich mach ich kein patchwork. ich hab immer gesagt: sieht super schön aus, macht aber riesenarbeit und ist total zeitaufwändig, für mich ist das nix. außerdem wär's noch ein grund mehr, stoffe und reste zu horten. ab und an hab ich einen versuch gestartet, kam aber immer zum ergebnis: nix für mich. wie gesagt: eigentlich. dann hab ich tatsächlich kürzlich eine patchworkdecke angefangen. jetzt ist das top fertig, aber da warte ich mit dem foto auf sonnenschein. die decke soll mein kind im juli zum geburtstag bekommen. natürlich musste ich dafür einen patchworkladen aufsuchen, um noch ein, zwei stöffchen als ergänzung zu kaufen. dachte ich. jetzt sitz ich hier und schneid' stoff in kleine sechsecken und näh diese mit der hand zusammen. wenigstens sind sie nicht bunt.

plakatund die zwei können nach der rettungsaktion mal bei mir vorbei kommen und mir erklären, welche natur schnecken auf einem balkon in luftiger höhe mitten in der großstadt vorsieht.

06 Mai 2007

langsam schreiben

zur zeit bin ich ab und zu auf entdeckungsreise in meine vergangenheit. (das bringt das alter mit sich.) dazu gehört auch, dass ich dinge wieder ausprobiere, die ich fünfzehn, zwanzig jahre lang kaum oder nicht mehr gemacht habe.

eines dieser dinge ist die kalligraphie, das "schön"-schreiben mit feder und tinte und das gestalten mit buchstaben und text. einige meiner alten federn sind im wahrsten sinne eingerostet, aber tinte und tusche ist noch da.

kalligraphie

an den letzten beiden tagen nun habe ich einen workshop zum thema "fraktur" besucht. ich habe wie ein i-dötzchen erstmal einzelne buchstaben gemalt, erfahren, wie schwierig z. B. ein "s" sein kann, ebenso erfahren, wie schnell man einen buchstaben im wort vergißt, weil man sich so auf's "malen" der buchstaben konzentriert.

fraktur - erste übungen

irgendwann kam der moment, wo die buchstaben nicht mehr gar so fremd und kompliziert waren, wo das möglichst gleichmäßige schreiben fast schon meditativen charakter bekam. man kann einfach an nichts anderes mehr denken, als an's schreiben und nicht weiter voraus, als an den nächsten buchstaben oder das nächste wort. so kann man schreiben und sprache aus einer anderen perspektive kennenlernen und das ist einfach nur ent-spannend.

fraktur